Das Didgeridoo, ursprünglich entdeckt und gespielt von den australischen Ureinwohnern ist zugleich eines der ältesten Blasinstrumente der Welt. Man schätzt sein Alter auf über 40.000 Jahren. Bei den Aborigines wird es vorwiegend zu zeremonischen und spirituellen Zwecken genutzt und fand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die westliche Welt. Seitdem her begeistert es zahlreiche Musiker, weil es eine so hohe rhythmische Vielfalt bietet. Es lässt sich sehr gut mit uns bekannten Instrumenten, wie Schlagzeug, Shaker, Gitarre, Klavier usw., verbinden wodurch die Komposition in einer Band einen unvergesslichen, einzigartigen Groove bekommt. 

 

Als das Didgeridoo zu mir fand, war ich mir noch nicht im klaren, wie mächtig sein Ton wirklich ist. Die obertonreiche Vielfalt und Kompositionsmöglichkeiten überschreiten bei weitem unsere Vorstellungskraft. Ich denke, selbst die Anzahl der Atome im Universum ist kleiner! Von Anfang an, war ich von diesem Ton so begeistert, dass ich es jeden Tag spielte. Ich übte, spielte und probierte, jeden Tag, sieben Tage die Woche, bis endlich die Zirkularatmung funktionierte. Es handelt sich hierbei um eine Atemtechnik. die es erlaubt, den Ton ohne Unterbrechung weiterzuspielen und gleichzeitig über die Nase Luft zu holen. Das war eine erste echte Errungenschaft, denn die Zirkularatmung, Kreisatmung oder manch einer nennt sie Permanentatmung, ist ganz typisch für jeden Didgeridoospieler und es sieht kurios aus. Für Laien sieht das wie eine unmögliche Sache aus.

Angefangen auf einem Baumarktrohr mit 35 mm Durchmesser und 1,5 Meter Länge übte ich die ersten Rhythmen, bis ich mir dann ein höherwertiges Eukalyptusdidgeridoo besorgte. Von da an folgten mehr Instrumente, dadurch wuchsen auch die Ausgaben aber es lohnte sich. Dem nicht genug, und nach vielen Jahre des Experimentierens und Erforschens dieser exotischen Klangwelt habe ich mein Repertoire um weitere Instrumente im Bereich der Percussions (Eggshaker, Rasseln, Rahmentrommel, Cajon, Djembe) erweitert und spiele seit geraumer Zeit auf einem selbst kreierten Schlagzeugset, mit dem sich die Welt der Rhythmusinstrumente mit dem Didgeridoo vereinen und zu einer Einheit werden.

 

Ich bin seither auf nationalen und internationalen Bühnen sowie auf den Straßen und Plätzen bekannter Städte unterwegs und gebe Spielkurse für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Es ist die erfüllendenste Sache die ich jemals angefangen habe und bin immer wieder darüber erstaunt, wie komplex dieses Spieluniversum ist.

 

…Good vibrations!

Und möge der Grundton immer mit euch sein!

Michael

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